1978 absolvierte Gunter Schulze seine mehrjährige
Ausbildung als Jazzgitarrist bei Walter Wirsig an der Musikhochschule
»Carl Maria von Weber« in Dresden. Bereits ein Jahr später
gründete er seine bis heute bestehende One-Man-Band. Dabei wird
sein markanter Gesang durch elektrische oder akustische Gitarre, Mandoline,
Bouzouki und Mundharmonika begleitet – rhythmisch komplettiert
durch das gleichzeitige Spiel von Hi-Hat und Bassdrum. Zahlreiche
Konzerte und Tourneen quer durch die Republik folgten in den darauffolgenden
Jahren.
Als er im Jahr 1984 die damalige DDR verließ und nach West-Berlin
zog, trat er mitunter auch gemeinsam mit dem Boogie-Pianisten »Manne
Chicago« im Duo auf.
Aus dem Jahr 2000 stammt seine erste CD „Old Established“.
Darauf spiegeln sich sowohl sein Temperament als auch sein kunstvoller
Umgang mit den verschiedenen Instrumenten wider. Einen Ausschnitt
seines musikalischen Repertoires bietet diese CD, die ohne elektronische
Tricks nahezu komplett eingespielt wurde und mühelos das Klangvolumen
einer ganzen Band erzeugt. Mit den darauf neu arrangierten R&B-Standards
ehrt er unter anderem John Lee Hooker, Chuck Berry, Willie Dixon und
Rory Gallagher. Aber auch folkorientierte Songs wie „John Hardy“
und Bluesklassiker wie „Bright Lights, Big City“ zeigen
seine Vielseitigkeit und Ausdruckskraft. Produziert wurde die CD von
Gunter Schulze und Stephan Süss, seinem langjährigen Freund
und Musiker, der die Aufnahmen inklusive Abmischung betreute. Weitere
Aufnahmen folgten (siehe auch Diskografie).
Seit dem Jahr 2003 ist Gunter Schulze wieder in seiner Geburtsstadt
Freiberg/Sachsen ansässig. Neben seiner solistischen Tätigkeit
tritt er gelegentlich gemeinsam mit Ulrich Mader und Klaus Jacob unter
dem Namen „WOYAYA“ auf. In dieser Bandformation wurde
bereits Anfang der 1970er Jahre gemeinsam musiziert.
Heute ist Gunter Schulze ein bekannter Rock-&-Blues-Solist, dessen
außergewöhnlicher Stil ebenso durch jazzige, country-folkloristische
sowie klassische Einflüsse geprägt ist.